
Während die einen am 4. April 2023 an der Generalversammlung der Credit Suisse, die (durchaus wichtige) Vergangenheitsbewältigung vollzogen haben, interessierte ich mich vor allem für das, was die Zukunft nun bringen könnte.
Aus diesem Grund kaufte ich nach der Bekanntgabe der Übernahme der CS durch die UBS, 10 Aktien und liess diese entsprechend im Aktienregister eintragen, was mich berechtigte an der Generalversammlung der UBS vom 5. April 2023 teilzunehmen.
Auffällig ist, dass linke Organisationen wie “Shareaction” und “Campax” die Plattform bereits beim Eingang nutzen, um ihre Meinungen auf Bannern und mittels Flyern kundzutun.

Später sah man dann die gleichen Personen dieser Organisationen am Rednerpult wieder mit den Forderungen, dass die UBS aus der Finanzierung von fossilen Energieträgern aussteigen soll.
Interessanterweise kamen beide Sprecherinnen von Shareaction aus Grossbritannien und ich vermute, dass sie kaum zu Fuss von dort angereist sind.
Es ist respektlos gegenüber den Schweizer Steuerzahlern in diesen Stunden nun grüne Forderungen zu stellen, geht es doch um das Überleben der neuen Grossbank, nach dem Einverleiben der potentiell toxischen Credit Suisse, denn wir wissen ja nicht, was noch alles ans Licht kommt.
Für Unterhaltung sorgte Martin Kaufmann aus Meilen, welcher aus Spargründen einerseits die Abwahl von zwei Verwaltungsratsmitgliedern empfahl und sich als neues Verwaltungsratsmitglied gleich selbst vorgeschlagen hat.
Da die beiden zur Abwahl empfohlenen VR-Mitglieder (plus alle anderen) wieder gewählt wurden, wurde leider nichts aus der Bewerbung von Herrn Kaufmann.
Betont wurde von den Verantwortlichen immer wieder, wie wichtig die Swissness ist und wie sorgfältig nun mit dieser Integration umgegangen werden muss.
Umso surrealer dann der Antrag, dass das Aktienkapital der UBS neu in US-Dollar und nicht mehr in Schweizer Franken gehandelt werden soll.
Dem Antrag wurde mit 98.17% der Stimmen stattgegeben.
Von mir gab es ein “Nein” dazu, nicht weil es relevant wäre, aber die Symbolik dieser Entscheidung hinterlässt am heutigen Tag mit der Betonung der Swissness einen schalen Nachgeschmack.